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Kampflos die ersten zwei Punkte eingefahren

Es ist Sonntag. 10.30 Uhr. In einer halben Stunde startet die Saison auch für die weibliche Jugend A. Alle versammeln sich auf der Haydnstrasse am Andersen-Nexö-Gymnasium. Ja, wir haben auch den Stadtplan gebraucht. Siehe auch Google maps. Alle da. Heimmannschaft, Gastmannschaft und zwei motivierte Schiedsrichter aus Radebeul. Angesetzte wohlgemerkt, was ja auf Grund der Schiedsrichtersituation in dieser Saison in unserer Spielklasse schon der Luxus ist. Wir danken dafür. Könnte losgehen - sollte man meinen. Da stehmer nun und gucken dumm - wo treibt der Hallenwart sich rum? Kein Schlüssel für die heilige(n) Halle(n). Ok, kann ja mal passieren. Jetzt sollte doch die Heimmannschaft irgendwie wenigstens geschäftig tun und zum Telefon greifen, um hier noch ein Punktspiel stattfinden zu lassen. Haste dir gedacht in deinem Klotzscher Sozialgemeinschaftsdenken. Nee nee, da kriegste den Spruch des Tages: "Na wir wollen ja hier nicht, uns ist das nur Recht, wenn keiner kommt. Da können wir nämlich ganz in Ruhe zum Spiel der Oberliga Frauen, was ja sonst bissel knapp werden würde!" Ich erwähne an dieser Stelle nochmals, dass die platzbauende Mannschaft sowohl den Tag, als auch die Zeit und sogar den Spielort wählen konnte. Der zur Schiedsrichterbeobachtung eigens angereiste Christian Franke (man munkelt er hätte nur einen Sonntagsspaziergang gemacht), seines Zeichens Schiedsrichterwart des Spielbezirkes Sachsen Mitte, war sichtlich not amused. Aber als Mann der Tat griff ER zum Telefon, um den Heimverein der platzbauenden Mannschaft zu kontaktieren.

Nach kurzem Telefongespräch stellte sich heraus, dass eine anscheinend überlastete Einzelperson eine email verbummelt hat, mit der entscheidenden Information, wo denn der Schlüssel zu besorgen gewesen wäre. Auch das kann vorkommen und ist der jungen Frau sicher nicht übel zu nehmen. Aber auch uns darf man nicht verübeln, dass unserem Klotzscher Sozialgemeinschaftsdenken bei der rotzfrechen Frage nach einem Nachholtermin Grenzen gesetzt sind. "Ich will ja spielen, nur heute nicht." sollte bei keinem motiverten Handballer die Parole sein. Oder haben wir da was falsch verstanden!?